PFARRER BERGMANN

Abschied von Pfarrer Bergmann

„ Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit."

(aus dem Tagesgebet des Festes Erscheinung des Herrn)

Jesus Christus,der Hohepriester, rief am Fest Erscheinung des Herrn, am 6. Januar 2016 in Kassel seinen treuen Diener

Pfarrer i. R.

Rudolf Bergmann

im 93. Lebensjahr, im 59. Jahr seines Priestertums zu sich.


Geboren am 3. Februar 1923 in Großauheim, absolvierte er zunächst   eine Lehre als Maschinenschlosser, um die Aufnahmebedingungen für eine Ingenieurschule zu erfüllen.   Der Weg zum Ingenieur wurde durch die Einberufung zum Kriegsdienst abgebrochen. Rudolf Bergmann geriet in Kriegsgefangenschaft - eine Zeit großer Entbehrungen in der Wüste Nordafrikas. Dort reifte in ihm der Gedanke, sein weiteres Leben Gott und den Menschen zu widmen. Zurück aus der Kriegsgefangenschaft hat er in   Fulda   das Abitur   nachgeholt und trat dann ins Priesterseminar Fulda ein, wo er von 1951 bis 1957 Philosophie und Theologie studierte. Am 6. April 1957 wurde   er   vom damaligen Weihbischof Adolf Bolte im Fuldaer Dom zum Priester geweiht. Anschließend war er zunächst als Kaplan in Hünfeld tätig, dann in Frankenberg und Hattenhof und ab 1961 in Melsungen. 1962 wurde er Pfarrkurat in Cornberg. Im Jahr 1965 übernahm er die Seelsorge in der jungen Diasporagemeinde Zierenberg, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1998 als Pfarrer wirkte. Pfarrer Bergmann war als ein Mensch mit großem Herzen und großem Engagement, gleichsam als ein Baumeister im Glauben bei den Menschen sehr geschätzt. Getreu einem Satz, den er gerne in Predigten zitierte: Verba docent, exempla trahunt, versah er seinen Dienst als Mann der Tat. Während seines 35-jährigen seelsorglichen Wirkens wurde Zierenberg nicht nur eigenständige Kirchengemeinde, sondern erhielt durch seinen großen Einsatz ein Gemeindezentrum (1972), ein Pfarr-(1975) und schließlich   1983 auch ein Gotteshaus, die Kirche "Zum Heiligen Kreuz".


Im Dezember 1988 ernannte ihn Erzbischof Dr. Johannes Dyba in Anerkennung seiner seelsorglichen Verdienste zum Geistlichen Rat. Auch nach Eintritt in seinen Ruhestand half er in seiner Pfarrgemeinde Zierenberg mit, wo immer Hilfe gebraucht wurde.


In Dankbarkeit gedenken wir seines treuen Dienstes und bitten um das Memento der Mitbrüder.

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Fulda, 7. Januar 2016

Das Requiem für den Verstorbenen wird am Mittwoch, 13. Januar 2016 , um 11:00 Uhr, in Zierenberg gefeiert. Um 10:30 Uhr wird der Rosenkranz gebetet. Die Beerdigung findet im Anschluss an das Requiem auf dem Friedhof in Zierenberg statt.

Die Mitbrüder werden gebeten, in Talar und Rochett an der Beerdigung teilzunehmen.