Abschied von einer überzeugenden Priester- und Bischofspersönlichkeit

Weihbischof em. Johannes Kapp in Hofgeismar beigesetzt

Pontifikalrequiem in der Kirche St. Peter

 

Gottesdienste

Gottesdienstzeiten im Monat Dezember 2018

 

Aktueller Pfarrbrief

des Monats Dezember 2018

 

Pastoraler Prozess

zusammen wachsen

 

Kommuniovorbereitung 2018/-2019

Liebe Eltern der Erstkommunionkinder 2018/2019


Hier haben wir für Sie die einzelnen Termine der Kommunionvorbereitung, 

eine Anmeldung für die Kommunionkinder zu den Erstkommunionkindertagen vom Mittwoch 09. bis Freitag 11. Januar 2019, die Kindergottesdienstzeiten und

Einladung & Anmeldung zum Erstkommunion - Familienwochenende im Kolping-Feriendorf Herbstein vom 22. März bis 24. März als Download zur Verfügung gestellt.

 

Geburtstagsgrüße

Allen Jubilaren viel Glück, Gesundheit und Gottes Segen!

 

Gebet-Gespräch-Gesang

Wir laden Sie herzlich zum Lobpreis mit einer Band aus Naumburg und Berichten, die wir mit Gott und seinem Wort erfahren haben in die katholische Kirche Zierenberg ein. Termine in 2018

 

Abschied

von Pfarrer Bergmann

Rom/Vatikan - Bistum Fulda

Papst nimmt Amtsverzicht des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen an

Papst Franziskus hat den Amtsverzicht des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, angenommen. Dies wurde in Rom und Fulda bekannt gegeben. Seit 2001 hatte der 75-Jährige die Geschicke der Diözese geleitet.

Papst nimmt Amtsverzicht des Fuldaer Bischofs Heinz Josef Algermissen an

Vakanz des Bischofsstuhls und Wahl eines neuen Oberhirten


Fulda (bpf). Papst Franziskus hat am Dienstag, 5. Juni, dem Hochfest des hl. Bonifatius, den Amtsverzicht des Bischofs von Fulda, Heinz Josef Algermissen, angenommen. Dies wurde in Rom und Fulda bekannt gegeben. Seit 2001 hatte der 75-Jährige die Geschicke der Diözese geleitet. Der päpstliche Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, gab die Annahme des Amtsverzichts in Fulda im Rahmen des traditionellen Priestertages der Diözese bekannt. „An dieser Stelle möchte ich es nicht versäumen, dem Hirten dieser ehrwürdigen Ortskirche von Fulda im Namen des Heiligen Vaters und persönlich für seinen unermüdlichen Eifer zu danken, den er fast siebzehn Jahre ausgeübt hat“, so der Botschafter des Papstes. „Bischof Algermissen hat sich mit Eifer dafür eingesetzt, den christlichen Glauben in dieser Region Deutschlands zu lehren und mit seinem bischöflichen Wirken glaubwürdig vorzuleben. In seiner liebendwürdigen Art hat er es vermocht, Menschen für Christus zu gewinnen.“ Der Nuntius sprach Algermissen auch seinen Dank für seinen Beitrag in der Deutschen Bischofskonferenz aus, vor allem als stellvertretender Vorsitzender der Ökumenekommission und als Mitglied der Liturgiekommission sowie in der Unterkommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum. „Jedes Jahr im Herbst versammelt sich die Deutsche Bischofskonferenz hier in Fulda am Grab des Heiligen Bonifatius. Als Bischof dieser ehrwürdigen Diözese waren Sie stets ein aufmerksamer und großherziger Gastgeber, besonders auch für den Apostolischen Nuntius.“


Bischof Algermissen hatte dem Heiligen Vater seinen Amtsverzicht bereits einige Wochen vor seinem 75. Geburtstag, den der Oberhirte am 15. Februar beging, gemäß den kirchenrechtlichen Bestimmungen angeboten. „Seit siebzehn Jahren bin ich nun Bischof in dieser Diözese, und ich bin es gerne. Nicht an einem Tag dieser Zeit kam auch nur die Spur einer Langeweile auf“, unterstrich Bischof Algermissen anlässlich seines 75. Geburtstags. Sein bischöflicher Dienst des Brückenbauens war ihm ebenso ein Herzensanliegen wie die Hirtensorge für die Menschen im Bistum. „Ich lebe und arbeite mit großer Freude hier in Fulda“, hob der aus der Erzdiözese Paderborn stammende Oberhirte gerne hervor.


„Bischof Algermissen hat einen wachen Blick für die Zeichen der Zeit bewiesen, und ihm ist es ein Anliegen gewesen, durch Missionierung und Neuevangelisierung Antworten auf diese Zeichen zu finden“, betonte Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez, der nun bis zur Wahl eines Diözesanadministrators in den kommenden Tagen das Bistum leitet. Die Verkündigung der Botschaft vom Reich Gottes in die moderne Gesellschaft habe für Algermissen aber auch bedeutet, Mahner zu sein, Korrekturen anzubringen und auf den rechten Weg zu weisen. „Bischof Algermissen hat mir, seinem Generalvikar, großes Vertrauen geschenkt. So hatte ich einen weiten Spielraum im Blick auf Entscheidungen, die zu treffen waren“, stellte Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke heraus, dessen Amtszeit mit der des Bischofs endet. „Alle wichtigen Fragen habe ich ihm natürlich vorgelegt; dabei hatte ich immer den Eindruck, dass er meine Vorschläge ernst genommen und meistens auch angenommen hat.“ Prof. Stanke ist in guter Erinnerung, dass Bischof Algermissen großen Wert auf eine würdige Gestaltung der Liturgie gelegt hat. „Außerdem hat er dadurch, dass er die strategischen Ziele Bistum 2030 in Kraft gesetzt hat, eine Richtung vorgegeben, in der die Pastoral in unserem Bistum angesichts der Veränderungen in Kirche und Gesellschaft gestaltet werden soll.“


Dem heute immer deutlicher werdenden Problem des Priester- und Gläubigenmangels hatte der Oberhirte durch Einleitung des Pastoralen Prozesses 2002 Rechnung getragen, der seit 2006 zur Errichtung von mittlerweile 43 Pastoralverbünden in zehn Dekanaten führte. Pfingsten 2017 setzte Algermissen die „Strategischen Ziele zur Ausrichtung der Pastoral im Bistum Fulda“ in Kraft, durch die bis 2030 das Leben der Kirche und ihre Zukunftsfähigkeit gestaltet werden soll. Die Kirche leide heute laut Algermissen oft an mangelndem religiösen Wissen und Gleichgültigkeit selbst bei vielen Gläubigen. „Wenn viele heute einen immer dichteren Vorhang vor den Himmel ziehen und die Emanzipation von Gott zum Programm erklären, sind wir dringend zur Gegenbewegung aufgerufen“, zeigte sich der Bischof überzeugt.


Bischof Algermissen wurde am 15. Februar 1943 in Hermeskeil bei Trier geboren. Nach dem Abitur 1963 studierte er Philosophie und Theologie in Freiburg und Paderborn. In Paderborn wurde er am 19. Juli 1969 von Kardinal Lorenz Jaeger zum Priester geweiht. Nach mehrjähriger Seelsorgetätigkeit als Vikar in Bielefeld und Meschede wurde er 1980 Pfarrer in Bielefeld-Schildesche. Von 1974 bis 1980 war er auch Studentenpfarrer an der Universität Paderborn. 1984 wurde er Dechant des Dekanates Bielefeld und 1991 Regionaldekan der Seelsorgeregion Minden-Ravensberg-Lippe. Als Pfarrer im überwiegend protestantisch geprägten Bielefeld setzte Algermissen ökumenische Akzente. Mit gemeinsamen theologischen Bildungs- und Bibelwochen trug er sehr zum Miteinander von katholischen und evangelischen Christen bei. Er leitete von 1989 bis 1996 die Ökumene-Kommission des Erzbistums. Von 1994 bis 1998 war er zudem geschäftsführender Vorsitzender des Priesterrates.


Im Juli 1996 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Titularbischof von Labicum (einem erloschenen Bischofssitz in Italien) und Weihbischof in Paderborn ernannt. Die Bischofsweihe empfing er am 21. September 1996 durch den Paderborner Erzbischof und späteren Kardinal Dr. Johannes Joachim Degenhardt. Als Bischofsvikar war er für Ordens- und Säkularinstitute und Gesellschaften des Apostolischen Lebens zuständig. Seit 1997 war er auch Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat. Im Mai 1999 wurde er ins Paderborner Metropolitankapitel berufen.


Am 20. Juni 2001 wurde Algermissen von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Fulda ernannt und am 23. September in sein Amt eingeführt. Im November 2002 wurde er auf Vorschlag der Bischofskonferenz zum Präsidenten von Pax Christi gewählt und ist seit 2003 zudem Vizepräsident des Maximilian-Kolbe-Werkes. Seit 2003 ist er auch Komtur mit Stern im Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem. Bischof Algermissen ist Mitglied im Cartellverband katholischer deutscher Studentenverbindungen bei Wildenstein Freiburg, Guestfalo-Silesia Paderborn und Adolphiana Fulda.


In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte Algermissen der Liturgiekommission und der Ökumenekommission an, deren stellvertretender Vorsitzender er war.


Vakanz des Bischofsstuhls


Wenn der Bischofsstuhl von Fulda durch Emeritierung oder Tod des Diözesanbischofs vakant wird, geht nach der kirchenrechtlichen Vorgabe von can. 419 CIC die Leitung des Bistums auf den Weihbischof über.


Eine Sedisvakanz (bischofslose Zeit) im Bistum Fulda trat vor dem Rücktritt von Bischof Heinz Josef Algermissen zuletzt am 23. Juli 2000 ein, als Erzbischof Dr. Johannes Dyba plötzlich verstarb. Innerhalb von acht Tagen wählt das sechsköpfige Domkapitel einen Diözesanadministrator. Der Diözesanadministrator muss ein Priester von mindestens 35 Jahren sein.


Dieser leitet dann das Bistum bis zur „Inbesitznahme“ des Bistums durch einen neuen Bischof. Der Diözesanadministrator darf keine grundlegenden Entscheidungen treffen, die einem neuen Diözesanbischof vorbehalten sind. Es gilt die Regel: Sede vacante nihil innovetur („Während der Sedisvakanz darf nichts verändert werden“; c. 428 § 1 CIC).


Erlöschen von Ämtern


Mit der Vakanz des Bischöflichen Stuhls erlischt auch das Amt des Generalvikars als des „Alter ego“ des Bischofs. Der bisherige Generalvikar kann aber vom Diözesanadministrator zu dessen Ständigen Vertreter ernannt werden.


Auch die Bischofsvikare verlieren ihre Aufgaben. Im Unterschied zu den vorgenannten Ämtern bleibt das Amt des Offizials bzw. Gerichtsvikars und des Vizeoffizials bzw. Stellvertretenden Gerichtsvikars weiterbestehen; der Offizial und der Vizeoffizial müssen aber nach Amtsantritt des neuen Diözesanbischofs von diesem in ihrem Amt bestätigt werden. Die Rechte eines Weihbischofs bleiben von einer Sedisvakanz unberührt. Der Priesterrat hört auf zu bestehen und wird erst unter einem künftigen Bischof neu gebildet. Der Diözesanverwaltungsrat und der Kirchensteuerrat bestehen indes auch während der bischofslosen Zeit weiter.


Die Kandidatensuche


Nach can. 378 CIC soll sich ein Bischofskandidat durch „festen Glauben, gute Sitten, Frömmigkeit, Seeleneifer, Lebensweisheit, Klugheit sowie menschliche Tugenden“ auszeichnen. Er muss einen guten Ruf haben, wenigstens 35 Jahre alt sein, wenigstens seit fünf Jahren Priester sein, den Doktorgrad oder das Lizentiat in einer theologischen Disziplin an einer kirchlich anerkannten Hochschule erworben haben oder wenigstens in diesen Disziplinen wirklich erfahren sein.


Die Suche nach geeigneten Bischofskandidaten beginnt nicht erst mit der Vakanz einer Diözese. Vielmehr haben die Bischöfe alle drei Jahre eine Liste mit geeigneten Kandidaten aus dem Diözesan- und Ordensklerus einzureichen. Jeder Diözesanbischof kann auch von sich aus dem Apostolischen Stuhl entsprechende Namenslisten zusenden. Der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz hat 1974 beschlossen, alle drei Jahre solche Listen erstellen und dem Apostolischen Stuhl zukommen zu lassen.


Nach Eintritt der Sedisvakanz fordert der Päpstliche Nuntius in Berlin einen Bericht über die Lage im Bistum an, den der inzwischen gewählte Diözesanadministrator erstellt. Die Mitglieder des Domkapitels holen von verschiedenen Personen aus unterschiedlichen Bereichen Kandidatenvorschläge für das Bischofsamt ein und erstellen daraus eine Kandidatenliste. Über die Apostolische Nuntiatur wird diese Kandidatenliste nach Rom gesendet. Der Nuntius holt sodann im Auftrag des Papstes ausführliche und zuverlässige Informationen über die jeweiligen Kandidaten ein. Dazu werden anhand eines Fragebogens Laien, Priester und Ordensleute befragt, die den Betreffenden gut kennen.


Danach reicht der Nuntius die Vorschlagsliste beim Papst ein, wobei er eine eigene Beurteilung abgibt und auch die Empfehlungen der anderen Bischöfe der Kirchenprovinz Paderborn (neben Fulda sind dies die Oberhirten von Paderborn, Magdeburg und Erfurt) berücksichtigt. Laut einer Bestimmung des Preußenkonkordats von 1929 haben außer dem Fuldaer Domkapitel auch die Bischöfe des ehemaligen Landes Preußen das Recht, dem Papst eine Kandidatenliste einzureichen. Dies sind neben Fulda die Diözesanbischöfe von Aachen, Berlin, Erfurt, Essen, Görlitz, Hamburg, Hildesheim, Köln, Limburg, Magdeburg, Münster, Osnabrück, Paderborn und Trier.


Wahl aus einer Dreierliste


Unter Berücksichtigung der dem Heiligen Stuhl übersandten Kandidatenlisten erstellt der Papst unter Mithilfe der Bischofskongregation eine Liste mit drei Kandidaten (die sogenannte Terna), die dann an das Fuldaer Domkapitel übersandt wird.


Der Papst ist hinsichtlich der Terna nicht an die aus dem Bistum und dem Konkordatsgebiet eingereichten Vorschläge gebunden, sondern kann die Kandidaten vorschlagen, die er für die geeignetsten hält.


Nach Eintreffen der Wahlliste in Fulda beruft der Domdechant das Domkapitel zur Bischofswahl ein. Dieses muss innerhalb von drei Monaten nach dem Eintreffen der Liste zur Wahl des neuen Oberhirten der Diözese schreiten; andernfalls kann der Heilige Vater frei einen Bischof ernennen.


Stichwort: Domkapitel


Fulda (bpf). Das Domkapitel ist das bei der Kathedralkirche des Bistums bestehende Priesterkollegium. Es ist eine juristische Person nach kirchlichem und staatlichem Recht. Das Fuldaer Domkapitel besteht aus dem Domdechanten und fünf residierenden Domkapitularen. Ferner gehören zum Domkapitel vier Dompräbendaten; diese sind rangniedere Domgeistliche, die an den gottesdienstlichen Aufgaben des Domkapitels teilhaben, aber nicht bei Sitzungen und Beschlussfassungen des Domkapitels mitwirken. Die Domkapitulare ernennt der Bischof abwechselnd nach Anhörung und mit Zustimmung, die Dompräbendaten nach Anhörung des Kapitels. Der Bischof kann auch Priester aufgrund ihrer Verdienste nach Einholung des Rates des Domkapitels zu Ehrendomkapitularen ernennen. Ehrendomkapitulare genießen die Ehrenrechte der Domkapitulare (insbesondere Titel und Chorkleidung), besitzen aber nicht deren sonstige Rechte und Pflichten.


Das Domkapitel ist für die feierliche Gestaltung der Gottesdienste im Hohen Dom verantwortlich. Der Domdechant und die residierenden Domkapitulare unterstützen darüber hinaus den Bischof in der Leitung der Diözese. Insbesondere nimmt das Domkapitel die Aufgabe des Konsultorenkollegiums wahr, welches der Bischof vor bestimmten wichtigen Entscheidungen um seinen Rat oder, sofern kirchenrechtlich geboten, um seine Zustimmung zu ersuchen hat. In Zeiten der Sedisvakanz des Bischöflichen Stuhls hat das Domkapitel gemäß dem Preußischen Konkordat von 1929 das Recht der Bischofswahl aus einer vom Papst vorgelegten Dreierliste. Wahlberechtigt sind der Domdechant und die residierenden Domkapitulare. Diese wählen zu Beginn der Sedisvakanz auch den Diözesanadministrator, der das Bistum bis zur Ernennung eines neuen Bischofs durch den Papst verwaltet.


Dem Fuldaer Domkapitel steht der Domdechant vor. Dieser wird durch das Domkapitel gewählt und dann vom Diözesanbischof bestätigt. Dem Domdechanten obliegen unter anderem die Beaufsichtigung von Restaurierungsarbeiten sowie die Genehmigung von Veranstaltungen im Dom. Er ist auch für Dommuseum und Kirchenmusik zuständig. Dieses Amt hat seit August 2004 Prälat Prof. Dr. Werner Kathrein inne. Zuvor war Weihbischof Johannes Kapp seit Oktober 1980 Domdechant am Fuldaer Dom gewesen. Neben Domdechant Prof. Dr. Kathrein gehören dem Domkapitel als residierende Domkapitulare an: der bisherige Generalvikar Apostolischer Protonotar Prof. Dr. Gerhard Stanke, Offizial Prälat Prof. Dr. Lothar Wächter, Prälat Peter-Martin Schmidt, Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Personaldezernent Prälat Christof Steinert.


Weiteres Prozedere bis zum Amtsantritt


Gemäß den Bestimmungen des Konkordats zwischen dem Heiligen Stuhl und Preußen aus dem Jahre 1929 muss nach erfolgter Wahl durch das Domkapitel durch Anfrage bei den zuständigen Landesregierungen erfragt werden, ob „Bedenken politischer Art gegen ihn“ bestehen.


Da zum Bistum Fulda Gebiete in Hessen und in Thüringen gehören, werden diese beiden Landesregierungen vom Domkapitel nach der Wahl angefragt. Wenn die Landesregierungen mitteilen, dass keine Bedenken politischer Art bestehen (was heutzutage eine reine Formsache ist), wird das Domkapitel den Namen des gewählten Kandidaten nach Rom weiterleiten. Die Bekanntgabe der Ernennung des gewählten Bischofs durch den Papst erfolgt sodann an einem bestimmten Tag um 12 Uhr zeitgleich in Rom und in Fulda.


Der neu ernannte Bischof leistet vor dem hessischen und thüringischen Ministerpräsidenten einen Treueeid. Sodann empfängt er, wenn er noch nicht zum Bischof geweiht ist, die Bischofsweihe durch den Metropoliten; für Fulda ist dies der Erzbischof von Paderborn. Der neue Bischof ergreift schließlich „Besitz von der Diözese“, indem er dem Domkapitel sein Ernennungsschreiben präsentiert. Dies erfolgt in feierlicher Weise in einem Gottesdienst im Hohen Dom zu Fulda zur Amtseinführung. Zuletzt war dies am 23. September 2001 beim Amtsantritt von Bischof Algermissen der Fall.


Bild- und Textquelle: Bistum Fulda

06. Juni 2018
 

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